Auslegung zur Warmwasserbereitung
Wird die Solarthermieanlage nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt, so müssen rund 1,5 qm Kollektorfläche montiert werden. Dabei geht man von einem Wasserverbrauch von rund 80 – 100 Litern pro Person aus. Danach richtet sich dann auch die Speichergröße, die es möglich machen soll, auch bei ein paar Tagen schlechten Wetters noch von der gespeicherten Solarwärme zu profitieren. Daher geht man von einer Speichergröße von circa 400 bis 600 Litern bei einem Vierpersonenhaushalt aus (Puffer für höheren Verbrauch mit eingerechnet). Der Ertrag lässt sich noch steigern, wenn Waschmaschine und Geschirrspüler an die Anlage angeschlossen werden. Immerhin rund 50 % des Warmwasserbedarfs können durch eine gut ausgelegte Solarthermieanlage erzeugt werden.
Auslegung zur Heizungsunterstützung
Bei Solarthermieanlagen, die zusätzlich zur Warmwasserbereitung auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden, ändern sich die Dimensionen. Es werden eine deutlich größere Kollektorfläche (beim genannten Beispiel rund 17 qm), eine komplizierte Regelung und ein größerer Speicher notwendig. Solarthermieanlagen können mit Öl-, Gas-, Pelletheizungen und mit Wärmepumpen kombiniert werden. Die Solarthermieanlage wird weiterhin im Sommer den kompletten Warmwasserbedarf abdecken, sodass die herkömmliche Heizung ausgeschaltet werden kann. In der Übergangszeit wird die Anlage so ausgelegt, dass je nach Solarstrahlung und Außentemperatur die optimalen Erträge erzielt werden. Im Winter kann die Solarthermieanlage die Heizung unterstützen. Berechnungen gehen von einer Heizungsunterstützung während des Jahres von 30 % aus.



