Solarthermie Checkliste

Eine Solarthermieanlage nutzt die Sonnenenergie und wandelt sie in nutzbare Wärme um. Dazu werden Solarkollektoren auf dem Dach (oder einer Freifläche) montiert und können zur Warmwasser- oder Heizwasserbereitung genutzt werden. Bei der Planung einer Solarthermieanlage müssen einige Punkte beachtet werden, damit die Anlage sich rentiert.

  • Soll die Solarthermieanlage zur Brauchwassererwärmung genutzt werden oder auch zur Heizungsunterstützung?
  • Wie ist die Ausrichtung des Daches?

Für hohe Erträge ist eine Ausrichtung nach Süden, Südosten oder Südwesten ideal.

  • Wie ist die Dachneigung für die Solarthermie?
  • Gibt es Verschattungen durch Bäume oder Nachbarhäuser?

Verschattungen beeinflussen den Wirkungsgrad der Solarthermieanlage negativ?

  • Ist die nutzbare Dachfläche große genug?

Notwendig sind bei der reinen Nutzung für die Warmwasserbereitung rund 1,5 Quadratmeter pro Person, bei zusätzlicher Heizungsunterstützung je nach Dämmung des Hauses und Wohnfläche mindestens 2,5 Quadratmeter.

  • Welche Kollektoren sollen genutzt werden?

Die Entscheidung fällt zwischen Flachkollektoren (preiswerter) oder Vakuumröhrenkollektoren (höherer Wirkungsgrad und weniger Platzverbrauch).

  • Handelt es sich um einen Altbau oder Neubau?

Bei Neubauten können Solarthermieanlagen die Dacheindeckung ersetzen. Bei Altbauten sollte auf die Nachrüstbarkeit geachtet werden. Eventuell müssen Baugenehmigungen eingeholt werden.

  • Ist eine Dachsanierung geplant?

Steht bei Altbauten eine Dachsanierung an, bietet sich der Einbau einer Solarthermieanlage besonders an. Gleiches gilt, wenn eine Heizungssanierung bevorsteht. Dann kann durch gleichzeitige Installation das gesamte Heizungskonzept entsprechend abgestimmt werden.

  • Ist genügend Platz im Haus für den Warmwasser- beziehungsweise Kombispeicher im Haus vorhanden?
  • Wie groß soll der Speicher dimensioniert sein?
  • Förderanträge?

Anträge zur Solarthermie Förderung müssen bei der BAFA vor der Installation der Anlage gestellt werden.

  • Angebotsvergleich

Allgemeinen gesprochen lohnt es sich mindestens bei drei Fachbetrieben anzufragen und die Preise zu vergleichen.

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